Massnahme

Ausbau Fernwärmenetz

Die Stadt Zürich baut das Fernwärmenetz zur Nutzung von Abwärme aus der Abfallverbrennung aus. Gleichzeitig soll die Spitzenlastabdeckung künftig im Winter vollständig durch Speicherlösungen oder erneuerbare Energie abgedeckt werden.

Kommentare

Ich denke, das ist sicher sinnvoll, aber nur wenn wir sehr schnell die Verbrennungs-Anlagen mit Carbon Capture und Storage ausstatten. Ausserdem sollten wir davon ausgehen, dass wir dauerhaft weniger Müll produzieren werden / sollten. Das muss auf jeden Fall in die Planung mit rein, ich habe das noch nicht gesehen.

Absolut einverstanden. Zudem sollte physikalisch Raum gelassen werden für Biomasse-Anlagen - vielleicht geht das ja mit den selben Verbrennungsanlagen wie jetzt in den KVA installiert sind, vielleicht aber auch nicht.
Anekdotisch: Scheinbar ist bei der Biogasanlage in der Werd das Problem schon aufgetaucht, dass bei der Planung der Anlage vor ±10 Jahren keine Erweiterung der Kapazität mitgedacht wurde. Heute stösst die Anlage an ihre Grenzen, auch wenn mehr als genug Biomasse vorhanden wäre.

Sommerwärme für den Winter Zwischenspeichern mittels Eisspeicher, Natronlaugenspeicher etc.

Bin mir nicht ganz sicher, dass nicht der See schon als super Wärme-Kälte-Puffer ausreicht; wird vermutlich schon so genutzt. Aber auch gut möglich, dass auf Eis, Salz, oder Stein zurückgegriffen werden könnte.

Wenn ich den ersten Artikel (Header) like, löscht es das gerade wieder kaum dass ich auf eine andere Seite wechsle. Denke da ist ein Programmierfehler unterlaufen?

Moderationskommentar

Liebe*r ReneSch

haben Sie vielen Dank für diesen Hinweis, den wir bereits zur Überprüfung weitergeleitet haben.

Viele Grüsse
Petra Schröter (Moderation)

Wärmegewinnung aus alten Verpackungen ist sinnvoll, noch mehr Energie spart man einen Grossteil dieser Verpackungen nicht mehr zu produzieren und im Abfallgesetz zu verankern. Denke da nur an die ganzen Einweg-Trinkflachen

Alle Neubauten müssen die Sommerwärme vom Dach in das immer notwendige Fundament dh. Masse an Bausubstanz einleiten um es später zu nutzen.

Ein Fernwärmenetz ist eine gute Sache, damit können zentrale, effiziente Anlagen betrieben werden. Allerdings nur wenn die Wärmeerzeugung auch wirklich CO2-neutral erfolgt.

Die Verbrennung von Abfall (meist Plastik aus fossilem Erdöl) darf nicht als CO2-Neutral betrachtet werden. Dies ist methodisch falsch und funktioniert in einer Welt mit null CO2-Emissionen leider nicht, auch wenn dies in der aktuell noch gängigen Bilanzierungsmethodik mit LCA Betrachtung nach KBOB der Fall ist. Diese schreibt die CO2-Emissionen von Abfall dem Verursacher des Abfalls zu. Gemäss Green House Gas Protokoll (GHGP) hingegen ist die Abfallverbrennung durch die ERZ, bzw. die Stadt Zürich als deren Eigentümerin, dem Scope-1 zuzuschreiben. Dies heisst: Die CO2-Emissionen gehen zu Lasten der Stadt, welche den Abfall verbrennt und das CO2 freisetzt, und nicht dem Produzenten des Abfalls. Dies ist voraussichtlich auch im revidierten CO2-Gesetz der Fall! Und dies ist auch richtig, schliesslich bestimmt die Stadt, welche den Abfall sammelt, was schlussendlich mit dem Abfall passiert, und nicht der Verursacher des Abfalls.

Alternativen gibt es, z.B. die Kunststoffe zu deponieren und somit die Freisetzung des CO2 um Jahrhunderte zu verzögern oder - noch besser und auch nachhaltiger - Abfall mit Carbon Capture und Storage zu verbrennen. Wir dürfen nicht warten bis der Abfall weniger wird, sondern müssen heute eine Antwort finden wie wir den Abfall CO2-neutral entsorgen!

Die Stadt Zürich muss parallel dazu und ebenfalls dringend eine Antwort finden für die Art der CO2-neutralen Wärmeerzeugung für das grösste und durch die ERZ betriebene Fernwärmenetz der Stadt.
Als Ersatz für den wegfallenden Abfall brauchen wir eine alternative, wirklich erneuerbare Wärmequelle. Verstromung von Holz? Den Strom könnten wir gut gebrauchen im Winter für die dezentralen Wärmepumpen und die Abwärme aus der Stromerzeugung für die Fernwärme. Aber reicht hierfür das Holz? Stimmt die Temperatur? Die Möglichkeiten der erneuerbaren Wärmeerzeugung für das ERZ-Netz sind leider durch das hohe Temperaturniveau begrenzt. Auch hier besteht Handlungsbedarf. Exbenso wie beim Kälteangebot in diesem Fernwärmenetz, in welchem auch viele grosse Bürogebäude stehen (z.B. in Oerlikon).

Fazit: Abfall muss CO2-neutral entsorgt werden und es wird eine erneuerbare Wärmequelle für das ERZ-Fernwärmenetz benötigt.